Zu Silvester wird über Stunden gegessen, nicht in einem Gang. Das ändert die Rechnung: Raclette und Fondue brauchen mehr Käse als ein gewöhnliches Abendessen, ein kaltes Brett dafür fast keine Aufsicht. Welcher der drei Wege passt, entscheidet sich an der Gästezahl — und daran, wie viel du am Abend selbst noch tun willst.
Die Entscheidung
Drei Wege durch den Abend
Alle drei funktionieren mit demselben Sortiment. Der Unterschied liegt nicht im Käse, sondern darin, wer am Abend arbeitet.
| Weg | Für wie viele | Aufwand am Abend | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Raclette | 4 bis 8 | Hoch, aber verteilt — jeder bedient sein Pfännchen selbst | die Runde sitzt und der Abend Zeit hat |
| Fondue | 2 bis 6 | Mittel — ein Topf, und einer muss rühren | es kompakt und gemütlich sein soll |
| Kaltes Brett | ab 2, nach oben offen | Gering — alles steht fertig da | Gäste kommen und gehen, und niemand am Herd stehen will |
Jeder bedient sein Pfännchen selbst. Passt, wenn die Runde sitzt und der Abend Zeit hat.
Ein Topf, und einer muss rühren. Passt, wenn es kompakt und gemütlich sein soll.
Alles steht fertig da. Passt, wenn Gäste kommen und gehen und niemand am Herd stehen will.
Für eine große Runde ist das kalte Brett der ruhigste Weg: Es wächst mit der Gästezahl, ohne dass jemand nachlegen muss. Raclette dagegen hat eine natürliche Obergrenze — ab acht Leuten wird das Gerät zum Nadelöhr, und der Abend besteht aus Warten.
Mengen
Wie viel Käse pro Person
Die Zahlen unterscheiden sich deutlich zwischen den drei Wegen, weil der Käse einmal die ganze Mahlzeit ist und einmal einer von mehreren Bausteinen.
| Weg | Käse je Erwachsenem | Kinder | Dazu |
|---|---|---|---|
| Raclette | 200 bis 250 g | 100 bis 150 g | Erdäpfel, Sauergemüse, Kren |
| Fondue | rund 200 g, käsebetont bis 250 g | weniger, je nach Beilagen | 150 bis 200 g Brot vom Vortag |
| Kaltes Brett | 80 g | weniger | 70 g Speck, 50 g Wurst, 100 g Brot, 25 g Butter, 50 g Sauergemüse |
Für Kinder 100 bis 150 g. Dazu Erdäpfel, Sauergemüse und Kren.
Käsebetont bis 250 g. Dazu 150 bis 200 g Brot vom Vortag, sonst zerfallen die Würfel am Spieß.
Dazu 70 g Speck, 50 g Wurst, 100 g Brot, 25 g Butter und 50 g Sauergemüse — zusammen rund 375 g.
Beim kalten Brett gelten die Mengen für eine vollwertige Mahlzeit. Wer über den Abend hinweg immer wieder auflegt, rechnet beim Brot und beim Sauergemüse eher großzügiger — der Käse bleibt bei 80 Gramm. Die vollständige Aufteilung steht im Mengen-Guide zur Brettljause.
Vorbereitung
Was sich am 30. schon erledigen lässt
Der Abend gewinnt nichts dadurch, dass alles frisch geschnitten wird. Fast der ganze Aufwand lässt sich einen Tag vorziehen.
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1Käse aus dem Kühlschrank nehmen. Nicht erst kurz vor dem Essen: Kalter Käse schmilzt ungleichmäßig und schmeckt flacher. Eine Stunde bei Raumtemperatur reicht.
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2Raclettekäse in Pfännchengröße schneiden, Fonduekäse reiben. Beides zugedeckt in den Kühlschrank — geriebener Käse trocknet sonst aus.
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3Erdäpfel vorkochen. Am 31. werden sie nur noch erwärmt. Festkochende Sorten bleiben in Form.
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4Brot vom Vortag besorgen. Fürs Fondue ist das keine Sparmaßnahme, sondern Technik: Frisches Brot löst sich am Spieß auf.
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5Die saure Seite bereitstellen. Sauergemüse, Kren, grobkörniger Senf. Ohne Säure wirkt der Abend nach zwei Stunden schwer.
Am Tag danach
Was zurück in den Kühlschrank darf
Ein Silvesterabend zieht sich, und der Käse steht dabei stundenlang warm. Für die Frage, was am 1. noch etwas wird, zählt weniger die Zeit als das, was mit dem Stück passiert ist.
| Was übrig ist | Wohin damit |
|---|---|
| Ungeschnittene Stücke, die nur auf dem Brett lagen | In Papier gewickelt zurück ins Gemüsefach. Sie verhalten sich wie vorher. |
| Aufgeschnittener Käse vom Brett | Hält kürzer, weil die Schnittflächen austrocknen. In den nächsten Tagen aufbrauchen, am besten warm. |
| Geriebener Fonduekäse, der nicht in den Topf kam | Abgedeckt in den Kühlschrank und zügig verkochen — gerieben trocknet er am schnellsten aus. |
| Käse aus dem Pfännchen oder aus dem Fonduetopf | Nicht ein zweites Mal schmelzen. Er hat seinen Schmelz hinter sich und wird beim Erwärmen ölig. |
| Speck und Kaminwurzen | Die robustesten Reste des Abends. Zurück in die Kühlung, angeschnitten in Papier. |
In Papier gewickelt ins Gemüsefach — sie verhalten sich wie vorher.
Trocknet an den Schnittflächen aus. In den nächsten Tagen aufbrauchen, am besten warm.
Trocknet am schnellsten. Abgedeckt kühl stellen und verkochen.
Käse aus Pfännchen oder Topf wird beim zweiten Erwärmen ölig.
Die haltbarsten Reste des Abends. Angeschnitten in Papier zurück in die Kühlung.
Was übrig bleibt, muss nicht als Käseplatte enden — im Gegenteil. Gereifter Schnitt- und Bergkäse geben in Kasspatzln, Kaspressknödeln oder einer Käsesuppe mehr her als kalt auf dem Brot. Wie lange angeschnittener Käse hält und worin er dabei liegen sollte, steht im Lager-Ratgeber; was sich einfrieren lässt und was nicht, im Ratgeber zum Einfrieren.
Der Zeitpunkt
Wann bestellt sein muss
Wir versenden gekühlte Ware nur Montag und Dienstag. Der Grund ist die Laufzeit: Auch im nördlichsten Ort Deutschlands soll das Paket vor dem Wochenende ankommen und nicht im Verteilzentrum liegen bleiben.
Zum Jahreswechsel wird daraus eine echte Rechnung. Zwischen Christtag, Stefanitag und Silvester fallen Feiertage auf Wochentage, die Zusteller arbeiten mit reduziertem Betrieb, und die Paketmengen sind das ganze Jahr über nicht höher. Wer den Käse zu Silvester auf dem Tisch haben will, plant deshalb vom 31. rückwärts — und bestellt besser schon in der Woche vor Weihnachten mit, statt in der Woche danach.
Wie die Box aufgebaut ist und was nach der Zustellung zu tun ist, steht im Kühlversand-Ratgeber.
Auswahl
Käse für den Abend
Entscheidend ist der Fettgehalt in der Trockenmasse: Ab etwa 45 Prozent bleibt die Eiweißstruktur beim Erhitzen geschmeidig, magere Sorten ziehen sich zusammen und geben Wasser ab.
Der verlässliche Schmelz
Schmugglerkas mit 50 % Fett i. Tr. — rahmig, mild-aromatisch. Die Basis für Pfännchen und Topf.
Mehr Charakter
Almlust, drei Monate mit Rotkultur gereift, und der Alpentilsiter, der beim Überbacken Röstaromen entwickelt.
Nicht ins Pfännchen
Bergkäse PREMIUM gehört gehobelt über das fertige Gericht. Graukäse schmilzt nicht — er zerfällt.
Für das kalte Brett kommen Karreespeck und Kaminwurzen dazu. Wer nicht einzeln zusammenstellen will, nimmt ein fertiges Paket — dort ist die Staffelung der Reifegrade schon abgestimmt.
Häufige Fragen
Kurz beantwortet
Wie viel Käse braucht man zu Silvester pro Person?
Das hängt vom Weg ab. Beim Raclette 200 bis 250 Gramm pro erwachsener Person, für Kinder 100 bis 150 Gramm. Beim Fondue rund 200 Gramm, bei einem käsebetonten Fondue mit nur Brot dazu bis 250 Gramm. Auf einem kalten Brett reichen 80 Gramm Käse, weil dort Speck, Wurst, Brot und Sauergemüse dazukommen.
Welcher Käse schmilzt am besten?
Sorten mit höherem Fettgehalt — ab etwa 45 Prozent Fett in der Trockenmasse. Das Fett hält die Eiweißstruktur beim Erhitzen geschmeidig, der Käse zerläuft gleichmäßig. Schnittkäse hat dafür das beste Verhältnis aus Wasser und Struktur. Hartkäse trennt sich bei starker Hitze, Sauermilchkäse wie Graukäse schmilzt gar nicht.
Raclette und Fondue am selben Abend — geht das?
Technisch ja, kulinarisch selten sinnvoll. Beides sind große Mengen geschmolzener Käse, und die zweite Runde schmeckt nach der ersten kaum noch nach etwas. Wer beides will, stellt ein kaltes Brett dazwischen: Es bringt Säure und Struktur und macht den Unterschied zwischen den beiden Käsegängen wieder schmeckbar.
Wann muss ich für Silvester bestellen?
Wir versenden gekühlte Ware nur Montag und Dienstag. Rechne vom 31. rückwärts und plane mindestens eine volle Woche ein, zum Jahreswechsel besser zwei. Weil zwischen den Feiertagen Versandtage ausfallen, ist die Woche vor Weihnachten der verlässlichere Zeitpunkt als die Woche danach.
Was gehört neben den Käse auf den Tisch?
Etwas Saures und etwas Scharfes: Sauergemüse, Kren, grobkörniger Senf. Beim Raclette dazu vorgekochte Erdäpfel, beim Fondue Brot vom Vortag. Auf dem kalten Brett übernehmen Speck und Kaminwurzen den salzigen Gegenpol, dazu Butter und ein kräftiges Bauernbrot.
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