Christtag & Stefanitag: 3 Tage Familienessen

Christtag & Stefanitag: 3 Tage Familienessen

Christtag & Stefanitag: 3 Tage Familienessen

In Tirol ist Weihnachten kein einzelner Abend — es sind drei Tage, und jeder hat seinen eigenen Rhythmus.

Tiroler Handwerksspezialitäten: Käsesorten, Speck, Wurst und Verpackungen auf Holztisch arrangiert.

24. Dezember — Heiliger Abend: einfach und warm

Kein Festmahl, kein Stress. In vielen Tiroler Haushalten kommen am Heiligen Abend Bratwurst oder Gauderwurst mit Sauerkraut auf den Tisch — oder Tiroler Käsespätzle, die in der Pfanne noch brutzeln, wenn die Kerzen brennen. Schlicht, ehrlich, g'schmackig.

25. Dezember — Christtag: der große Tisch

Der Christtag gehört dem Bratl. Danach, wenn der Hunger verebbt, kommt die Käseplatte: Bergkäse aus dem Zillertal mit seinem festen, würzigen Schnitt, cremiger Heublumenkäse mit dem leichten Heuduft aus der Rinde, dazu der Schmugglerkas — der Käse, der einmal über die Grenze musste.

Käseblock mit Verpackung und Anschnitt vor stilisierter Berglandschaft.

26. Dezember — Stefanitag: die schönste Resteverwertung

Der Stefanitag ist das Beste an Weihnachten. Kalt aufgeschnittene Gauderwurst, ein Brett mit dem, was übrig blieb — und aus dem restlichen Käse eine Kaspressknödelsuppe, die sich fast von selbst kocht. Dazu passen auch Speckknödel, falls noch jemand Hunger hat.

Diese drei Tage folgen einem Muster, das die Tiroler Küche seit Generationen kennt: Das Aufwendige kommt in der Mitte, das Einfache umrahmt es. Kein Tag ohne Handwerk, kein Abend ohne Tisch.


Mehr Feiertage, mehr Tiroler Küche: Unser Feiertagskalender zeigt, was das ganze Jahr über auf den Tisch kommt — von Allerheiligen-Striezel und Suppe bis zum Nikolo-Abend mit der Familie.