Käse für Salat & Pasta: 2 Sommer-Rezepte aus Tirol
Wenn es draußen heiß ist, will man nicht stundenlang am Herd stehen. Diese zwei Rezepte sind in unter 20 Minuten fertig — und beide tragen leichten Tiroler Käse als Hauptdarsteller.
Rezept 1: Schafkäse-Salat mit Tomaten, Gurken & Olivenöl Fortunato
Ein Sommersalat, der sich selbst erklärt. Der Schaf-Schnittkäse aus Tirol ist fester als griechischer Feta, mild-würzig im Abgang und hält seine Form beim Schneiden — kein Bröckeln, kein Matschieren. Er braucht kein Dressing mit zwölf Zutaten.
Zutaten (für 2 Personen)
- 150 g Schaf-Schnittkäse, in Würfeln oder Scheiben
- 2 mittelgroße Tomaten, in Spalten
- ½ Gurke, in Halbmonden
- 3 EL Olivenöl Fortunato extra vergine
- Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- Fleur de sel oder grobes Meersalz
Zubereitung
- Tomaten und Gurke vorbereiten, auf einer flachen Platte oder in einer Schüssel anrichten.
- Schaf-Schnittkäse in gleichmäßige Würfel (ca. 1,5 cm) schneiden und darüber geben.
- Großzügig mit Olivenöl Fortunato beträufeln — das Öl ist das Dressing.
- Frischen schwarzen Pfeffer direkt über den Salat mahlen. Salzen.
- 5 Minuten ziehen lassen, dann servieren.
Tipp: Wer mag, gibt frisches Basilikum oder Oregano dazu. Aber oft braucht es das nicht — der Käse trägt genug.
Rezept 2: Bandnudeln mit zerlassenem Ziegencamembert
Der Rotholzer Ziegencamembert aus der Rotholzer Käserei im Inntal ist kein gewöhnlicher Camembert. Er schmilzt bei mittlerer Hitze cremig und gleichmäßig — ohne zu flocken, wenn man mit etwas Pasta-Wasser nachhilft. Das Ergebnis ist eine Sauce, für die man keine Sahne braucht.
Zutaten (für 2 Personen)
- 200 g Bandnudeln (alternativ: Spaghetti)
- 1 ganzer Rotholzer Ziegencamembert (ca. 150–180 g), Rinde mitverwendet oder entfernt — nach Geschmack
- 4 EL Olivenöl Fortunato extra vergine
- 6–8 EL Pasta-Kochwasser (Stärkewasser nicht wegschütten!)
- Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- Optional: 1 kleine Knoblauchzehe
Zubereitung
- Bandnudeln in gut gesalzenem Wasser nach Packungsangabe kochen. Vor dem Abgießen mindestens eine Tasse Kochwasser abschöpfen.
- In einer weiten Pfanne (mittlere Hitze) Olivenöl erwärmen. Wer mag: Knoblauchzehe kurz andrücken und miterwärmen, dann entfernen.
- Ziegencamembert in grobe Stücke brechen und in die Pfanne geben. 3–4 EL Pasta-Wasser dazu — der Käse beginnt zu schmelzen.
- Mit einem Löffel sanft rühren, bis eine cremige, leicht dickflüssige Masse entsteht. Mehr Pasta-Wasser nach Bedarf.
- Abgegossene Bandnudeln direkt in die Pfanne, alles gut vermengen. Nochmals schwarzen Pfeffer mahlen.
- Sofort servieren — die Sauce zieht beim Stehen nach.
Spaghetti-Variante: Funktioniert genauso. Die feinere Textur der Spaghetti bindet die Sauce etwas anders — etwas mehr Pasta-Wasser hilft, damit nichts klebt.
Warum diese Käse im Sommer funktionieren
Beide Rezepte stehen für dasselbe Prinzip: leichter Käse, wenig Hitze, viel Geschmack. Schaf-Schnittkäse und Ziegencamembert aus dem Inntal haben weniger Fett als klassischer Bergkäse — und trotzdem genug Charakter, um ein Gericht zu tragen, ohne es zu erschlagen.
Mehr zum Thema leichter Käse im Sommer im Pillar-Artikel: Sommer-Käse leicht gedacht: Camembert, Schaf, Protein.
Was den Schaf-Schnittkäse als Sorte ausmacht — Herkunft, Herstellung, Geschmack — steht hier: Schaf-Schnittkäse aus Tirol: Was ist das eigentlich?. Und wer lieber mit Käse statt Pasta in den Abend startet: Die leichte Sommer-Käseplatte aus Tirol zeigt, wie das geht.
Griaß di — und guten Appetit. Beide Rezepte sind auch dann gut, wenn man am Abend eigentlich keinen Hunger hat. Manchmal ist das der beste Hunger.
