Speck schneiden: gegen die Faser, dünn genug

Speck schneiden: gegen die Faser, dünn genug

Speck schneiden: gegen die Faser, dünn genug

Ein scharfes Messer und ein stabiles Holzbrett — mehr braucht es nicht. Aber die Technik macht den Unterschied zwischen einem Speck, der auf der Zunge zergeht, und einem, der zäh zieht.

Brettljause mit Speck

Erst die Schwarte lösen

Bevor das Messer durch den Speck zieht, löst du die Schwarte mit der Messerspitze an einer Ecke. Kurz anstechen, dann behutsam abziehen — sie lässt sich oft in einem Stück lösen. Weg damit? Bitte nicht. Die Schwarte gehört in den nächsten Suppenansatz: mitkochen für Tiefe und Schmalz-Aroma.

Immer gegen die Faser

Die Faserrichtung erkennst du mit einem Blick auf den Anschnitt. Schneidest du mit der Faser, wird der Speck zäh und reißt. Gegen die Faser — quer zu den Muskelfasern — bleibt jede Scheibe zart und sauber. Das gilt für alle drei Schnitte.

Mehr zu den Unterschieden zwischen Karree, Bauch und Schinken liest du in unserem Überblick über die Speck-Sorten.

Dicke je nach Schnitt

Karreespeck: hauchdünn. Der magere, feine Schnitt vom Rücken will so dünn, dass er fast durchscheinend ist. Zu dick — und die Textur wirkt trocken. Mehr zum Karree und warum er der zarteste aller Schnitte ist: Karreespeck — der magere Schnitt.

Schinkenspeck: mittlere Stärke. Etwa 2–3 mm. Hält die Form auf dem Brettl, gibt beim Kauen nach. Klassisch auf der Brettljausn — dafür muss die Scheibe Substanz haben.

Bauchspeck: gewürfelt. Bauchspeck mit seinem Fettanteil wird selten in Scheiben serviert. Würfel von 1–1,5 cm Kantenlänge — ideal für die Pfanne. Wie er dort brutzelt und karamellisiert: Bauchspeck in der Pfanne.

Speck kaufen

Kühler Speck, sauberer Schnitt

Zimmerwarmer Speck gibt nach — das Messer drückt statt zu schneiden. Lieber 15 Minuten vor dem Anschneiden aus dem Kühlschrank nehmen, nicht mehr. Halb kalt schneidet er am saubersten: die Scheiben halten ihre Form, der Fettanteil bleibt fest.

Das Speckmesser sollte lang genug sein, um in einem Zug durch den Speck zu ziehen — kein Sägen, kein Drücken. Ein mal schleifen, und das Ergebnis ist ein anderes.

Tipp am Rand: Wer Speck länger aufbewahren will, findet in unserem Artikel zum richtigen Lagern von Speck alle wichtigen Hinweise.


Handwerk aus dem Zillertal, das Zeit braucht — und ein Messer, das hält, was es verspricht.