Almlust: Der Käse, der nach Almsommer schmeckt
Wenn die Kühe im Juni auf die Alm ziehen, beginnt die beste Milch des Jahres. Der Zillertaler BergSenn fängt genau diese kurze Saison ein — und presst sie in einen Laib.
Sommermilch im Laib
Der Almlust reift mindestens acht Wochen. In dieser Zeit entwickelt er einen elfenbeinfarbenen Teig, der beim Schnitt leicht bricht und einen Duft freisetzt, der kaum zu beschreiben, aber sofort erkennbar ist: frisches Almheu, Wiesenkräuter, ein Hauch Butter. Das Aromaprofil bleibt dezent würzig — kein dominanter Nachdruck, sondern ein langer, sauberer Abgang.
Der Unterschied zur Wintermilch ist kein Marketing. Er liegt im Futter: Warum Heumilch im Sommer anders ist — und was das im Käse bewirkt. Das Gras auf 1.500 Metern Höhe im Zillertal trägt Aromen, die sich in der Milch und schließlich im Almlust wiederfinden. Sommermilch-Käse aus dem Zillertal — konkret, nicht versprochen.
Auf dem Brett richtig serviert
Der Almlust kommt am besten in dünnen Scheiben — so zeigt der Teig seine Textur, und der Duft entfaltet sich. Kombinier ihn mit Sennbutter auf einem dunklen Bauernbrot und einem Stück Hochfügener Bergkäse daneben. Eine Brettljause, die die ganze Geschichte des Almsommers erzählt.
Mehr über den Almsommer und warum die Wiese in den Käse zieht: Almauftrieb & Almsommer — der große Überblick. Und wer noch tiefer einsteigen will: Sommermilch vs. Wintermilch — was ändert sich im Käse?
