Grantnwassal: Preiselbeer-Sirup aus Tirol
Im Tiroler Dialekt heißt die Preiselbeere schlicht Grantn — eine knappe, ehrliche Bezeichnung für eine Beere, die in den Tiroler Bergwäldern wächst und keinen großen Auftritt braucht. Wassal steht für ein leichtes, erfrischendes Getränk. Grantnwassal also: Preiselbeerwasser. Ein Name, der sagt, was er meint.
Was den Grantn-Sirup vom Holler unterscheidet
Wer den Hollerblüten-Sirup aus der Tiroler Sirup-Saison kennt, kennt diesen blumig-süßen Sommer in der Flasche. Der Preiselbeer-Sirup ist sein Gegenteil — und das mit Absicht. Holunderblüte ist Blüte: zart, parfümiert, süß. Die Grantn ist Beere: dunkel, herb, mit einer leichten Bitternote im Abgang.
Im Glas zeigt sich das sofort. Dunkles Rubinrot, fast wie eingedickter Beerensaft, zieht sich ins Wasser. Kein Zuckersirup-Glänzen — eher die Farbe eines reifen Waldes im August.
Geschmacklich setzt er auf Säure, auf diese typische herb-säuerliche Schärfe der Preiselbeere, die sich gegen zu viel Zucker behauptet. Wer eine Limonade ohne Süßkleber sucht: hier ist sie.
Als Sommergetränk: kalt, einfach, direkt
Mit kaltem Wasser aufgegossen entsteht das namensgebende Grantnwassal — keine Limo aus dem Supermarkt, sondern eine Preiselbeer-Limonade mit echtem Beerenhintergrund. Das Verhältnis: etwa 1 Teil Sirup auf 6–8 Teile Wasser, je nach Vorliebe.
Wer den Sommer etwas festlicher angehen will: ein Spritzer Sekt oder Prosecco, ein Eiswürfel, ein Schuss Tiroler Preiselbeersirup. Kein Hugo, aber ein würdiger Gegenpart — herber, trockener, kantiger. Mehr Berg, weniger Blüte. Weitere Rezepte mit Tiroler Sirup gibt es in den Tiroler Sommerdrinks-Rezepten.
Über dem Käse — die überraschendste Verwendung
Preiselbeer-Sirup über Wildkäse oder Camembert: das klingt nach Restaurantküche, ist aber ganz bodenständig. Der herb-säuerliche Sirup schneidet durch das Fett des Käses, bricht die Schwere auf, ohne die Milcharomen zu überdecken. Eine dünne Glasur über einem reifen Bergkäse oder einem weichen Camembert — mehr braucht es nicht.
Kurz zur Beere selbst
Die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) reift in den Tiroler Bergen zwischen Juli und Oktober, auf kargen, kalkhaltigen Böden. Sie ist kleiner als die Heidelbeere, robuster, und trägt diese Herbheit in sich, die aus langen Bergsommern mit viel Sonne und kühlen Nächten kommt. Keine Plantage, kein Treibhaus — eine Beere, die sich ihren Platz selbst sucht.
Den Grantnwassal-Sirup gibt es jetzt bei TIROLISH — für alle, die ihren Sommer gerne mit etwas Biss trinken.
