Die Tiroler Grillplatte: So richtest du sie an
Ein heißer Abend, vier Leute, ein Holzbrett in der Mitte des Tisches. Mehr braucht es nicht — wenn das Brett stimmt. Hier kommt das konkrete Anricht-Konzept: Mengen, Reihenfolge am Rost, Beilagen. Kein Rätselraten.

Was aufs Brett kommt — Mengen für 4 Personen
| Komponente | Menge | Pro Person |
|---|---|---|
| Bauchspeck-Scheiben | 400 g | ~100 g |
| Kaminwurzen | 8 Stück | 2 Stück |
| Bergkäse PREMIUM-Planke | 2 × 150 g | 75 g |
| Pfefferbeißer | 4 Stück | 1 Stück |
| Gauderwurst | 4 Stück | 1 Stück |
Das reicht als Hauptgang — wer noch eine Suppe vorweg plant, kann bei Speck und Wurst je 20 % reduzieren.
Die Reihenfolge am Rost
Nicht alles gleichzeitig. Wer das beherzigt, holt mehr aus seinen Zutaten heraus.
Schritt 1 — Wurst (ca. 10 Minuten, direkte Hitze): Gauderwurst und Pfefferbeißer zuerst auf den Rost. Die dickere Gauderwurst braucht Zeit, damit die Haut knackt und der Kern heiß wird, ohne außen zu verbrennen. Kaminwurzen kommen nach 5 Minuten dazu — sie sind schmaler und brauchen nur noch die zweite Hälfte. Alle Würste dabei einmal wenden.
Schritt 2 — Speck (ca. 4–5 Minuten, direkte Hitze): Wenn die Würste fertig sind, auf den Warmhaltebereich schieben. Jetzt Bauchspeck-Scheiben auf den heißen Rost. Kurz, heiß, einmal wenden. Der Speck soll an den Rändern knusprig werden, in der Mitte saftig bleiben — keine Salami.
Schritt 3 — Bergkäse-Planke (parallel, indirekte Hitze): Die 150-g-Planken laufen von Anfang an auf der indirekten Seite des Grills mit. Ziel: der Käse wird weich, beginnt leicht zu schmelzen, bleibt aber als Planke stehen. Das dauert 12–15 Minuten bei geschlossenem Deckel. Wer eine Zeder- oder Buchenholzplanke hat — noch besser, das gibt ein leichtes Raucharoma an die Käsekruste.
→ Mehr über Käse direkt auf dem Rost: Käse grillen — Sortenvergleich
Anrichten auf dem Holzbrett

Das Brett liegt in der Mitte — die Platte ist Gemeinschaftssache, kein Teller.
- Käseplanken in die Mitte, noch warm. Wer mag, setzt kurz ein kleines Messer daneben.
- Speck-Scheiben leicht überlappend daneben — so sieht man die Knusperkanten.
- Würste im Wechsel: Gauderwurst, Kaminwurzen, Pfefferbeißer. Nie alle gleichen Sorten nebeneinander.
- Schwarzbrot in Scheiben, an den Rand des Bretts gestellt oder separat im Körbchen.
- Preiselbeer-Senf in einem kleinen Schälchen, direkt aufs Brett stellen.
- Essiggurkerl verteilt zwischen den Fleischkomponenten — sie geben Farbe und schneiden die Fettigkeit.
Jausn-Freid pur, wenn das Brett so auf den Tisch kommt.
Beilagen auf einen Blick
Weniger ist mehr. Drei Beilagen reichen — sie sollen die Protagonisten nicht erschlagen.
- Schwarzbrot — kräftiger Eigengeschmack, trägt Speck und Käse gleichermaßen.
- Preiselbeer-Senf — die Säure passt besonders zur Gauderwurst und zum Bergkäse.
- Essiggurkerl — klassisch, frisch, schneidet die Würze der Kaminwurzen.
Optional: ein dünn gehobenes Radieschen oder etwas Kren für alle, die es schärfer mögen.
Das komplette Konzept rund ums Grillen auf Tirolerisch findest du im Haupt-Artikel: Grillen mit Tiroler Spezialitäten
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